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© Daniela Barta
Alle Entfernungen von und nach Darmstadt werden von hier aus gemessen: Der Turm der Stadtkirche ist trigonometrischer Punkt Nr. 1. Wer die Stufen hinaufsteigt, blickt über die Stadt, nach Rheinhessen, zum Taunus und weit in die Rhein-Main-Region.
63 Meter
Nach dem Turm der Elisabethkirche ist er der zweithöchste Darmstadts. Seine heutige Gestalt mit der charakteristischen Haube und dem offenen Durchblick auf die vier Glocken stammt von 1954 — sie gehört zu den letzten Schritten des Wiederaufbaus nach der Kriegszerstörung.
Die Turmhalle
Unten im Turm liegt die gotische Turmhalle. Bis das Geläut elektrifiziert wurde, hingen hier die Glockenseile; gezogen haben sie Schulkinder und Konfirmandinnen und Konfirmanden. Heute ist die Halle Ort für Ausstellungen und Empfänge — und der Raum, aus dem Brautpaare und Konfirmationsgruppen in die Kirche einziehen.
Ein Löwe, der nach rechts schaut
An der Decke sitzt ein Schlussstein mit dem ältesten bekannten Wappen der Stadt Darmstadt. Sein Löwe mit den zwei Schweifen blickt nach rechts — das Wappentier der Alt-Katzenelnbogener Linie, die 1403 ausstarb. Ihre Erben, die Neu-Katzenelnbogener, führten den Löwen nach links gewendet.
Das Gewölbe selbst entstand vermutlich erst um die Mitte des 15. Jahrhunderts. Der Stein verrät aber, wie alt die Kirche mindestens ist: An dieser Stelle stand sie wohl schon im frühen 14. Jahrhundert.
Den Turm besteigen
Turmaufstiege bietet die Stadtkirche an einzelnen Terminen im Jahr an. Aktuell ist eine Turmbesteigung leider nicht möglich. Sobald es wieder losgeht, kündigen wir die Termine hier und unter Veranstaltungen an.